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Salzsanierungen

Bauschädliche Salze & Salzsanierungen

Bauschädliche Salze gehören zu den ärgsten Feinden der Bauwerke.
Sie sind als maßgebliche Schadensverursacher bei Feuchtigkeitsschäden an Altbauten so ziemlich immer beteiligt.
Deswegen sollte dieses Thema, bei der Überlegung zu einem Hauskauf immer mit auf der Agenda stehen, zumal derartige Schäden oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Und selbst wenn eine feuchte Stelle bereits mit bloßem Auge sichtbar ist, so kann die Ursachenbekämpfung doch ganz unterschiedlich ausgeführt werden.
Hier ist es ratsam zu klären, um welche Salze es sich handelt.
Der Gehalt an löslichen Salzen ist ein Beurteilungskriterium bei der Wahl der Sanierungsweise und der Materialauswahl für weitere Beschichtungen (Putz/Anstrich). Erst wenn man den Gehalt an löslichen Salzen im Mauerwerk analysiert hat, kann (unter Berücksichtigung der klimatischen Verhältnisse und in Abhängigkeit von der Art der vorgefundenen Baustoffe) die geeignetste Sanierungsmethode ausgewählt werden.
Ein Überblick über die grundsätzlich möglichen Methoden und den Kriterien für ihre Auswahl soll dem Leser im folgenden ermöglicht werden.

DIE WICHTIGSTEN BAUSCHÄDLICHEN SALZE

Sulfate, Chloride, Nitrate und Carbonate spielen mengenmäßig die größte Rolle, und zwar in dieser Reihenfolge – das heißt, dass Nitrate seltener sind als Chloride. Nitrate werden hauptsächlich an landwirtschaftlich genutzten Gebäuden gefunden, während Sulfate und Chloride überall auftreten. Carbonate sind noch seltenere Schadensverursacher.
Tabelle: Die wichtigsten bauschädlichen Salze:

Sulfate
MgSO4 · 7 H2O  Magnesiumsulfat, Bittersalz
CaSO4 · 2 H2O  Calciumsulfat, Gips
Na2SO4 · 10 H2O Natriumsulfat, Glaubersalz
3 CaO · Al2O3 · 3 CaSO4 · 32 H2O       Ettringit

Chloride
CaCl2 · 6 H2O    Calciumchlorid
NaCl    Natriumchlorid

Nitrate
Mg(NO3)2 · 6 H2O    Magnesiumnitrat
Ca(NO3)2 · 4 H2O    Calciumnitrat, Salpeter, Mauersalpeter
5 Ca(NO3)2 · 4 NH4NO3 · 10 H2O    Kalksalpeter

Carbonate
Na2CO3 · 10 H2O    Natriumcarbonat, Soda
K2CO3    Kaliumcarbonat, Pottasche
CaCO3    Calciumcarbonat

Am Beispiel der Carbonate zeigt sich dabei, wie eng die Verwandtschaft zwischen Bindemittel und bauschädlichen Salz ist. Das bekannteste Carbonat ist das Calciumcarbonat, dass als Kalk vielen mineralischen Baustoffen als Bindemittel zugrunde liegt. Der einzige Unterschied zwischen dem Bindemittel Kalk & z.B. dem bauschädlichen Natriumcarbonat liegt in der löslichkeit und im Wassergehalt der Produkte. Bauschädliche Salze sind deshalb u.a. dadurch gekennzeichnet, dass sie in Wasser relativ leicht löslich sind. Auch der Wassergehalt oder die Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit (Hygroskopizität) spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, da derartige Salze ein feuchtes Mauerwerk vortäuschen können bzw. die Feuchtigkeit im Mauerwerk erhöhen können. Vielfach werden heute wasserfreie Salze als nicht bauschädlich betrachtet. Das ist falsch und wird am deutlichsten am Bsp. des Natriumchlorids sichtbar. Dieses wird z.B. als Streusalz im Winter verwendet & kann auf saugfähigen und schlecht betonierten Straßen bzw. an Straßenbauwerken zu erheblichen Schäden im Sinne der sogenannten Frost-Tausalz-Korrosion führen. Man muss also auch wasserfreie Salze zu den bauschädlichen Salzen zählen, wenn sie die notwendige löslichkeit besitzen. Neben dem Kristallisations- und Hydratationsdruck bildet also die löslichkeit eines Salzes in Wasser ein wichtiges Kriterium für dessen bauschädliches Verhalten.

Die Auswirkung bauschädlicher Salze ist allerdings nicht nur von ihrer Art, sondern auch der jeweiligen Konzentration im Mauerwerk und der Verfügbarkeit von Feuchtigkeit abhängig. Salze können ihre schädliche Wirkung ohne Feuchtigkeit nicht entfalten. Deshalb ist eine wirksame Abdichtung der betroffenen Bauteile unbedingt notwendig, um einen dauerhaften Sanierungserfolg zu erzielen. Alle Maßnahmen, die nicht auch die Ursache der Mauerfeuchtigkeit beheben, können immer nur Symptome bekämpfen und verhindern nicht die stetige Verschlimmerung der Versalzung. Trotzdem können sie im Einzelfall selbstverständlich das Mittel der Wahl darstellen, da der Erfolg der Maßnahme in der Regel durchaus 10 bis 15 Jahre vorhält.
Der wichtigste Punkt bei der ganzen Salzbehandlung ist der Stopp des nachtransportes der Salze.
Da diese meistens aus der Bodenfeuchtigkeit stammen, ist für die wirklich dauerhafte, endgültige Salzsanierung dann an den nachträglichen Einbau einer wirksamen Abdichtung (bestehend aus Vertikal- und Horizontalsperre) gebunden.

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